FERTIGHAUSTRÄUME

Die Zukunft des Bauens

Mit dem neuen „aktivhaus“, einem höchst flexiblen Modulhaus, zeigt die Blaue Lagune die Zukunft des Bauens. 

Eröffnung des neuen Hauses: Matej Vukmanic (Geschäftsführer Marles), Architekt Prof. Werner Sobek (Gesellschafter aktivhaus), Stephanie Fiederer (Geschäftsführerin aktivhaus), Erich Benischek (Eigentümer Blaue Lagune)

Vom kostengünstigen Einfamilienhaus, das sich an die verschiedensten Lebensabschnitte anpasst, bis hin zu visionären Erweiterungsmöglichkeiten im städtischen Wohnbau – hinter dem „aktivhaus“ steht durchaus ein Konzept, das den Begriff des Bauens in vielfacher Hinsicht revolutionieren könnte.

Die Grundidee ist einfach und nicht einmal wirklich neu: containerförmige Gebäude, die sich aufgrund ausgeklügelter Befestigungspunkte auch relativ einfach nebeneinander und übereinander zusammenfügen lassen. Neu ist unter anderem die Idee, dass man das Haus tatsächlich ganz und gar mit an einen anderen Standort nehmen kann, denn nicht einmal das Fundament muss bleiben oder entsorgt werden. Das Musterhaus in der Blauen Lagune steht auf mehreren „Schrauben“, die in den Boden gedreht werden. 

Neu ist auch, dass das im Werk vorgefertigte Haus in nicht einmal einer Stunde aufgestellt und sofort bewohnbar ist. Im Werk wird das Haus sogar vorab getestet, damit auch wirklich alles funktioniert.

Die einzelnen Module sind zwischen 38,5 und 64,6 m2 groß und in verschiedensten Ausstattungen erhältlich, gewählt werden kann auch unter verschiedenen Fassaden, diversen Sonderausstattungen und Dachvarianten. 

Allen gleich ist ein Nachhaltigkeitskonzept, das so genannte Triple Zero Prinzip: die Energie wird aus nachhaltigen Quellen selbst erzeugt, es gibt keinerlei schädliche Emissionen und es ist vollständig in den Stoffkreislauf rückführbar.

Interessant ist das „aktivhaus“ aber nicht nur für Familien und Singles. Die ersten 38 „aktivhäuser“ wurden in Winnenden in Deutschland als Unterkünfte für Flüchtlinge gebaut – ein echtes Vorbild dafür, dass man für Flüchtlinge günstige, aber durchaus menschenwürdige Häuser errichten kann. 

Blaue Lagune-Eigentümer Erich Benischek kann sich auch aufgrund der extrem leichten Bauweise (nur noch 250 Kilogramm pro Quadratmeter) vorstellen, dass „aktivhäuser“ sozusagen auf den Dächern von Wien errichtet werden. „Wir haben über den Dächern der Stadt enorme Wohnraumreserven“, sagt er.

Das innovative Modulhaus ist in der Lagune quasi die Fortsetzung des im Teich schwimmenden „LISI“-Hauses. „Einer unserer Schwerpunkte ist die Präsentation außergewöhnlicher, nachhaltiger Architektur“, sagt Benischek, der als Berater der deutschen AH Aktiv-Haus GmbH wesentlich zur Serienreife des Konzepts beigetragen hat. Als Produzenten und Vertriebspartner für Österreich konnte Benischek übrigens Marles-Haus vermitteln.

Die "aktivhaus"-Siedlung in Winnenden in Deutschland: 38 Modulhäuser für Flüchtlinge.