FERTIGHAUSTRÄUME

Hoffnung Sonne

Der Griff nach der Sonne

Greenpeace war optimistisch wie selten zuvor: „Paris gibt der Welt Hoffnung“, ließ die Umweltorganisation nach dem Klimagipfel im Dezember verlauten. Zentraler Punkt der Verhandlungen: Die Welt verabschiedet sich von fossilen Energieträgern. Wichtige Rollen bei der Rettung der Welt werden energieeffiziente Gebäude spielen – und die gute alte Sonne.

Zum ersten Mal haben alle Vertragsstaaten ein gemeinsames Ziel ins Auge gefasst: Den globalen Verzicht auf fossile Energieträger. Öl, Gas, Kohle – all das, was dereinst unser Leben in moderne Bahnen gelenkt hat, soll in absehbarer Zeit als Energielieferant Geschichte sein. 
Viele von uns werden das aber freilich nicht mehr erleben, denn in Österreich sollen wir bis 2050 gerade einmal aus der fossilen Abhängigkeit herausgekommen sein, erst ab 2070 scheint ein „echter“ Ausstieg realistisch. Schwer genug. Die EU hatte sich schon vor dem Pariser Klimagipfel darauf geeinigt, die Treibhausgase bis 2030 um 40% unter den Wert von 1990 zu senken, indem unter anderem der Energieverbrauch um 30% reduziert werden soll. Doch allein in Österreich ist der Energieverbrauch seit 1990 um satte 40% gestiegen ...

Mag. Egmont Fröhlich, Gründer und Geschäftsführer der auf Photovoltaik spezialisierten Selina Technology & Management GmbH, erwartet in den nächsten zehn Jahren einen grundlegend veränderten Energiemarkt. „Eine Photovoltaikanlage gehört auf jedes Haus“, sagt Fröhlich. Aber so sehr er auch auf die Sonne setzt, zu viel sollte sich ein Bauherr allerdings auch nicht von der Sonnenenergie erwarten. Die liefert zwar Energie im Übermaß, aber man muss diese auch nutzen können.

Mag. Egmont Fröhlich

„Bei einer Photovoltaikanlage werden im Jahresdurchschnitt nur etwa 20% der gewonnenen Energie direkt im Haus verwendet.“ Während im Sommer fast den ganzen Tag über Strom produziert wird, reduziert sich die Energiegewinnung im Winter drastisch. 

Allerdings muss der erzeugte Strom praktisch auch zur selben Zeit verbraucht werden. Stromspeicherung über eine Batterie würde, so Fröhlich, nicht in jedem Fall Sinn machen. „Die wichtigsten Voraussetzungen bei einer Photovoltaikanlage sind eine optimale Auslastung und eine optimale Planung“, betont Fröhlich.

Eine eher kleine 4-Kilowatt-Anlage reicht für einen durchschnittlichen Haushalt, um einen wirtschaftlichen Betrieb zu sichern. „Eine effiziente Photovoltaikanlage wird so geplant, dass der produzierte Strom selbst genutzt werden kann und so wenig wie möglich in das öffentliche Netz eingespeist werden muss.“