FERTIGHAUSTRÄUME

Fertighaus wie gedruckt!

Doka Ventures, eine Tochter der Amstettner Umdasch Group, investiert in die Zukunft des Bauens: Gemeinsam mit einem amerikanischen Unternehmen werden 3-D-Baudrucker entwickelt, mit denen komplette Häuser binnen weniger Stunden errichtet werden können.

So sieht der 3-D-Drucker aus, der binnen weniger Stunden den Rohbau eines Hauses "druckt".

Unglaublich? Nein. Vielleicht fehlt einfach nur die Vorstellungskraft dafür, dass ein 3-D-Drucker mehr kann, als bloß aus Werkstoffen wie Kunststoff oder Metall dreidimensionale Werkstücke herzustellen. Obwohl, mittlerweile weiß man, dass entsprechend gefütterte 3-D-Drucker sogar Lebensmittel, vorwiegend Torten und Schokolade, „ausspucken“. Aber Häuser?

Auch das ist bereits möglich, allerdings nur mit Druckern, die mit den herkömmlichen 3-D-Druckern nichts mehr zu tun haben. Acht bis 12 Meter breit, gut 400 Kilogramm schwer – das sind die mobilen 3-D-Drucker, die der Partner von Doka Ventures, das US-Unternehmen Contour Crafting Corporation, entwickelt.

Leicht aufzubauen, einfach zur Baustelle zu transportieren, wo binnen kürzester Zeit Schicht für Schicht ein Haus entsteht ...

Anfang 2018 sollen die ersten Drucker-Roboter in Serie gehen und die ersten Gebäude „drucken“. Das werden, so heißt es bei Doka Ventures, eher  Rohbauten sein, die zweite Generation der Maschinen, die 2020 in Serie gehen wird, soll freilich bereits schlüsselfertige Häuser produzieren und überall dort zum Einsatz kommen, wo rasch und kostengünstig Wohnraum und Infrastruktur geschaffen werden müssen. Perfekt beispielsweise für Katastrophengebiete, wo etwa nach einem Erdbeben rasch neue Gebäude „gedruckt“ werden können.

Und irgendwann kommen unsere Einfamilienhäuser wohl auch aus dem Drucker. Ganz sicher!