FERTIGHAUSTRÄUME

Österreichs schönste Fertighäuser

Architektur ist Kunst

Beim modernen Fertighaus darf nicht nur Design sein, es zeigt sich vielmehr als selbstbewusstes, architektonisches Statement. Das Haus von der Stange ist längst schon Geschichte. 

Beispiel aus der „Individual“-Serie von BlackLine by Lumar.
„Liberty 199F“, Splitlevel-Design von Hartl Haus.
Transparentes „Piano“ von Magnum Vollholzdesign.

Fertighaus und Architektur. Wie man das verbinden kann, zeigte schon die amerikanische Architekten-Legende Frank Lloyd Wright auf, der 1901 in einem Fachmagazin Fertighauspläne annoncierte, die man für damalige 5 Dollar Schutzgebühr bestellen konnte. Ein Konzept, das wenig Widerhall fand, das Wright aber 30 Jahre später mit den „Usonian“-Häusern neu und diesmal erfolgreich wiederbelebte. 

Lange Jahre später verfolgte der Popstar unter den Designern, Philippe Starck, ein ähnliches Konzept. So konnte man Ende der Achtziger beim Versandhaus „3 Suisses“ ein komplettes Haus im Koffer erstehen. In diesem waren sämtliche Ausführungspläne für ein wunderschönes Holzhaus enthalten, das genauso gut im australischen Outback stehen könnte wie im Wienerwald. Das Haus aus dem Koffer wurde aber trotzdem ein Flop.

Dass Architektur und Fertighaus doch noch eine erfolgreiche Verbindung eingingen, ist Matteo Thun zu verdanken. 1990 entwarf der in Bozen geborene und in Wien und Mailand tätige Architekt und Designer für GriffnerHaus seine Vorstellung von einem modernen Fertighaus: „O Sole Mio“. Das Refugium zeigte sich als funktionales und formales Meisterwerk, das zahlreiche Liebhaber und Käufer fand. 
Anno 2016 findet sich praktisch in allen Portfolios der Fertighausfirmen ein „Architektenhaus“. Dass dafür nicht zwangsweise große Namen aus der Szene bemüht werden (müssen), spricht für das Selbstverständnis und den Ausbildungsgrad der firmeneigenen Planungsabteilungen. 

Understatement zeigt sich bei Griffner nur in der Namensgebung. Die schlicht „Box“ betitelte Kollektion stellt sich als cleveres Baukastenprinzip aus Kuben und Quadern dar, die ineinander verschoben und/oder nebeneinander angeordnet werden, und so ein hohes Maß an räumlicher Flexibilität samt formaler Eleganz zeitigt. Die „Box“ zeigt sich als exzellentes Beispiel dafür, wie man komplett ohne Spektakel mit simplen Formen ein Höchstmaß an spannendem Wohnraum generieren kann.

Stilsicher und mit der großen Geste in Sachen Raumvolumen ausgestattet, präsentiert sich „Piano“, die Bungalow-Serie von Magnum Vollholzdesign. Durch die offene Raumplanung werden die Grenzen zwischen Drinnen und Draußen aufgehoben und durch ein raffiniertes Spiel mit unterschiedlichen Raumhöhen ergänzt.
Österreichs ältester Fertighaushersteller Hartl Haus setzt mit der „Liberty“-Serie  anspruchsvolle Architektur um. Geschickte Einschnitte, Ausnehmungen und eleganter Farb- und Materialmix zeugen von einer souveränen Planungshand.

Mit einem leicht dekonstruktivistischen Ansatz versehen, positioniert sich die „BlackLine Individual“-Kollektion von Lumar im anspruchsvollen Fertighaussegment. BlackLine-Architekt Edward Blazko: „Architektur ist Kunst. Deshalb ist es auch unser Ziel, schöne Objekte zum Leben zu gestalten, wobei jedes Haus sich als Unikat darstellt.“ Gesagt, getan, und in jedem Detail ablesbar.